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Donnerstag, 8. August 2013

Chinesische Krabben

Die letzten Tage war etwas ermüdend, sodass ich beim besten Willen nicht in der Lage war, hier ein paar Zeilen hinzutippseln.

Vorgestern kam Kind Ungestüm mitten in der Nacht von seiner Ostseereise zurück, die viel zu schnell vorbei war. Als Andenken brachte es eine dicke Lippe mit, die mich zunächst auf einen Insektenstich schließen lies. Gestern Nachmittag kam zur dicken Lippe noch ein leichter Ausschlag am Bauch dazu, den ich als Hitzepickelchen abtat. Waren aber keine Hitzepickelchen, denn der leichte Ausschlag entwickelte sich gegen Abend zu einer flächigen Veranstaltung über den ganzen Körper. Da der Juckreiz unerträglich schien und sich so langsam der Gedanke an eine Allergie anbahnte, beschloss ich dann gegen 21 Uhr, doch lieber einen Bereitschaftsarzt mit Kind Ungestüm aufzusuchen.

cartoon-42880_640[1]Der Bereitschaftsarzt kam sogar ins Haus, aber der Hausbesuch verlief nicht unbedingt so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Eine Viertelminute hat er drauf geschaut, Allergie gebrüllt, dass man damit leben müsse, seine Frau gegen Krabben aus China allergisch wäre und er kein Antiallergikum für Kinder dabei hätte. Zack, Tür zu, weg war er. Zum Glück war Kind Ungestüm zu diesem Zeitpunkt schon so müde, dass es trotz des juckigen Ausschlags einigermaßen einschlafen konnte. Ich selber hatte keine Ruhe, da so eine Allergie bekanntermaßen auch die inneren Schleimhäute betreffen und Atemnot hervorrufen kann. Alle fünf Minuten stand ich am Bett und hab geschaut, ob alles ok ist.

Heute Morgen war der Ausschlag dann zwar weg, aber das Jucken war immer noch da. Die Arbeit lies ich heute sausen und besorgte dann doch lieber Fenistil.-Tropfen. Die wirken tatsächlich super! Das Jucken ist komplett weg, leider macht das Zeug aber sehr, sehr müde, sodass ich ein sehr, sehr schläfriges Kind hier sitzen habe.

Ich bin auch sehr, sehr schläfrig. Gähn.

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Freitag, 2. August 2013

Ferienstress

Die Tage fliegen mal wieder nur so davon und heute morgen war ich ehrlich ganz erschrocken, dass schon wieder Freitag ist. Endlich sind auch bei uns die Ferien da und was für den Großteil der Leute Entspannung pur bedeutet, ist im Hause Ungestüm eher Stress.

Ferien heißen nämlich für Frau Ungestüm, den ganzen Tag ungefähr 150 Kinder um sich zu haben, mit nervigen Müttern zu kämpfen, Pflaster zu kleben, Bauchschmerzen wegzuzaubern, Streit zu schlichten. Ferien heißen aber auch, wundervolle Momente zu erleben. So wie gestern zum Beispiel, als eines unserer Ferienkinder mir Mittags eine Schüssel Erdbeerquark gebracht hat. Es hatte einfach bemerkt, dass ich noch keinen hatte und der Quark fast alle ist. Lieb.

baltic-sea-73455_640[1]Zeugnisse gab’s beim Kind Ungestüm auch und wir sind zufrieden. Das Schuljahr hat sich besser entwickelt, als zunächst gedacht und so blicken wir ganz positiv in die Zukunft. Morgen heißt es dann für das Kind Ungestüm aber erst mal: Ab an die Ostsee. Eine knappe Woche geht es mit dem Fußballverein an den Timmendorfer Strand und das wird bestimmt eine wunderschöne und unvergessliche Zeit. Ach ja, manchmal würde ich schon auch ganz gerne noch mal Kind sein.

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Donnerstag, 25. Juli 2013

Von Erdbeeren, Sonnenblumen und Nachbarinnen

Endlich scheint das Internet wieder stabil zu funktionieren – seit Samstag nämlich gab es Verbindungsabbrüche im Fünfsekundentakt, sodass es kaum möglich war, irgendwas zu machen. So was ärgert mich immer besonders, wenn es am Wochenende auftritt. Aber nun geht ja wieder alles. Was ist nun die letzten Tage alles passiert?

Arbeitstage können richtig schön sein, wenn man bei diesem herrlichen Sommerwetter das hier auf dem Schreibtisch vorfindet:

erbeer

Sonnenblumenkerne habe ich geschenkt bekommen und war enttäuscht, dass die Dinger drei Wochen brauchen, um überhaupt aufzugehen. Da es schon ziemlich spät im Jahr ist, hatte ich die Befürchtung, dass wird dieses Jahr nix mehr. Aber schon nach drei Tagen:

sonnenblume

Nach all den schönen Dingen dann gestern Nachmittag aber der Super-GAU. Von meiner Nachbarin habe ich schon mal erzählt, denke ich. Das die Hippe nicht ganz normal ist, dass war mir schon lange klar, aber gestern ist sie echt ausgetickt. Dauernd schickt sie die Kiddies zum einkaufen. Schwere Sachen, viele Sachen. Schon oft habe ich zu meiner Tochter gesagt, dass sie nicht für lau für die Tussi einkaufen muss. Aus Gutmütigkeit ist sie halt mit ihrem Freund immer mitgegangen.

Gestern passierte dann, was passieren musste. Die beiden vollgepackt aufm Fahrrad, ein Henkel reißt und der Junge stürzt vom Fahrrad. Dem Kleinen zum Glück nix weiter passiert, aber die Weichspülerflasche hat den Sturz nicht überlebt. In meinen Augen keine Dramatik, aber meine liebe Nachbarin hat nix Besseres zu tun, als die Kinder zusammenzustauchen und meiner Tochter die Einkaufstüte ins Gesicht zu klatschen. Im ersten Moment hätte ich die Tusse am liebsten erwürgt – keiner hat aggressiv zu meinem Kind zu sein. Ich bin’s nicht und andere dürfen das schon mal gar nicht. Ich hab mich dann aber zusammengerissen und ihr lediglich gesagt, dass ich beim nächsten Vorkommnis Anzeige erstatte und dass meine Tochter für sie definitiv nix mehr einkaufen wird. Ich verbiete es einfach (das erste Verbot, das ich meinem Kind jemals ausgesprochen habe). Ich bin sooo sauer. Was bildet sich diese XXXXXXXX eigentlich ein? Mit über sechzig Jahren sollte man sich eigentlich besser im Griff haben…

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Mittwoch, 10. Juli 2013

Wachskunst

Wer bei dem Titel jetzt an Madame Tussauds denkt, liegt völlig daneben. Gestern waren wir nach der Arbeit noch für zwei Stündchen im Biergarten – das schöne Sommerwetter will schließlich schamlos ausgenutzt werden. Und während sich Mami und Papi ungeniert politischen Diskussionen mit Mitbiergartenbesuchern hingaben, übte sich das Kindchen vorbildlich in Kreativität. Unglaublich, wofür ein leerer Smartphone-Akku, eine Kerze und eine Gabel taugen.

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Donnerstag, 4. Juli 2013

Der Kunde ist nicht Gott

Der Kunde ist König – aber nicht Gott. Seit ein paar Tagen macht mir eine indische Familie das Arbeitsleben schwer. Wie die meisten, die bei uns anrufen, möchten sie für ihren kleinen Sohn eine Kindergeburtstagsparty buchen und das ist ja auch schön so. Nicht so schön ist es, wenn die Leute nicht verstehen, dass man so eine Geburtstagsparty nicht von heute auf morgen buchen kann, dass die Preise nicht verhandelbar sind und dass sie nicht jeden Tag ihre Meinung ändern können.

Das Vorgehen ist da bei uns eigentlich recht simpel: Die Menschen rufen an, lassen sich einen Termin reservieren und schicken uns im Anschluss das Anmeldeformular. Habe ich den Zettel, dann gebe ich die Daten in unsere Datenbank ein und warte darauf, dass einer unserer freiberuflichen Mitarbeiter für diesen Termin einträgt. Ist das passiert, bekommen die Leute eine schriftliche Bestätigung per Mail.

one-25722_640[1]Was so einfach klingt, ist oft ziemlich kompliziert und zeitaufwendig. Und Zeit habe ich nicht viel, da ich nur 25 Stunden in der Woche arbeite. In so einer Arbeitswoche organisiere ich knapp 20 Geburtstage, 5 Gruppenveranstaltungen, schreibe die Angebote und die Rechnungen, kümmere mich um die Ferienanmeldungen fürs Ferienprogramm, erstelle und ändere hier und da ein Formular, bereite Workshops vor und so weiter. Was ich damit sagen will ist, dass ich für einen Kindergeburtstag weniger als eine Stunde Zeit habe.

Und dann ist es einfach richtig schlimm, wenn EINE Familie, die auch noch den allerbilligsten Geburtstag gebucht hat, mich mehrere Stunden auf Trab hält, weil sie ihre Meinung dauernd ändert, Sonderwünsche hat (die natürlich nix kosten dürfen), in ellenlangen Abhandlungen per E-Mail über die Preise diskutiert, konsequent um 14 Uhr anruft, obwohl ganz klar geschrieben steht, dass unser Büro bis 13 Uhr Sprechzeit hat…So nicht!

Ich bin wirklich genervt im Moment, weil wegen dieser Familie so viel meiner Arbeit liegen bleibt und andere Familien wegen deren Allüren jetzt länger warten müssen. Eigentlich nervt es mich nicht, sondern es kotzt mich an. Deswegen habe ich mir gestern dann auch in feinstem Gossen-Englisch eine Ansage rausgequält, die meine Chefin zu wahren Lachsalven gebracht hat. Der Text war irre lang, die Aussage kurz: Wir sind hier nicht auf dem indischen Basar und ich verhandele nicht weiter. Entweder buchen oder sein lassen. Zum Glück hab ich ‘ne liebe Chefin, die da hinter mir steht.

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Dienstag, 2. Juli 2013

Blogparade: Der erste Kindergartentag

baby-31131_640[1]Wie war es, als ihr euer Kind das erste Mal in den Kindergarten gebracht habt? Seid ihr nervös gewesen und habt euch den ganzen Tag nicht so richtig konzentrieren können oder seid ihr ganz cool gewesen und habt Vertrauen gehabt, dass euer Kind das schon macht? Diese Dinge möchte das Nordfriesen-Tagebuch in der Blogparade “Der erste Kindergartentag” wissen.

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Mittwoch, 26. Juni 2013

Ein Geburtstagsbrief für Dich

Heute vor dreizehn Jahren war es soweit – Du, mein Engel, kamst nach 72 Stunden Wehen um 11:10 Uhr zur Welt. Schon damals lag es Dir fern, durch lautes Herumschreien auf dich aufmerksam zu machen. Ein stilles Baby warst Du – der Liebling der Station. Statt zu trinken wolltest Du lieber schlafen und statt zu schreien hast Du lieber gelächelt.

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Sonntag, 23. Juni 2013

Teenie-Alarm im Hause Ungestüm

red-41101_640[1]Am Mittwoch hat das Kind Ungestüm Geburtstag und wird 13 Jahre alt. Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit verflogen ist und ehe ich drei mal in die Luft springen konnte, war aus dem kleinen 2940 Gramm schweren Würmchen ein waschechter Teenie geworden. Ein großes Mädel, dass immer noch liebend gern “meine Kleine” genannt wird.

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Samstag, 22. Juni 2013

Rabenmutter deluxe

Manchmal bin ich echt eine Rabenmutter, ehrlich. Ich kümmere mich nämlich um manche Sachen nicht die Bohne. Dazu gehört das Hobby meines Kindes: Fußball. Während andere Mamis liebend gern am Spielfeldrand rumsitzen und dumme Kommentare abgeben, radel ich lieber auf meinem ollen Drahtesel durch die Gegend.

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Freitag, 21. Juni 2013

Die Welt gehört in Kinderhände

Heute ist es schon wieder ziemlich kühl für meinen Geschmack, aber gestern war es ja nochmal richtig tolles Wetter. Kein Wunder also, dass es die Kids ins Schwimmbad zog – auch unsere Tochter natürlich. Gerne hätte sie gehabt, wenn ihr bester Freund auch mitgegangen wäre, aber er DURFTE nicht.

Ich hab das Drama ja schon geahnt…Mir war vollkommen klar, dass der arme Junge nicht mit ins Schwimmbad darf, weil kein Erwachsener dabei ist. Dabei sind die beiden 12 Jahre alt – also keine Babys mehr – und können schwimmen. Auf jeden Fall durfte er nicht mit und durfte bei 35 Grad in der Wohnung schmoren. Um mal rauszukommen, durfte er für seine Oma mal wieder einkaufen gehen und schwere Getränke schleppen. Und bisschen Kuchen und Schokolade für die Figur.

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